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So bleiben Sie gesund

Einige Risikofaktoren lassen sich nicht beeinflussen, dazu gehören die familiären Vorerkrankungen, das Alter und das Geschlecht. Viele andere Faktoren können sich aber schon mit einem gesunden Lebensstil kontrollieren und verbessern. Eine gesunde Ernährung, das Vermeiden von Stress, ausreichend Bewegung und das Aufgeben mit dem Rauchen, sollten in die veränderte, neu Lebensweise integriert sein. 

Gesundheitsfaktoren

Blutdruck

Blutfette

Diabetes

Rauchen

Bewegung

Ernährung

Stress

Alter & Gene

Blutdruck

Schätzungsweise hat jede vierte Person in der Schweiz einen erhöhten Blutdruck. Zunächst werden keine Beschwerden wahrgenommen und in der Regel wird eine Erkrankung nur per Zufall erkannt. Die Auswirkung von einem über lange Zeit zu hohem Blutdruck können lebensbedrohlich sein. Ein regelmässiger Check-up sollte unbedingt erfolgen. 

Damit das Blut zu allen Bereichen im Körper geleitet werden kann, die es benötigen, muss es unter Druck stehen. Nur so kann es vorwärts fliessen. Das Herz gibt dazu den Anstoss. Es löst mit einem Herzschlag eine Druckwelle aus, die in die Arterien weitergetrieben wird. Wie hoch der Blutdruck liegt, basiert mehreren Faktoren: die Gefässweite, die Herzleistung und das Blutvolumen. 

Bei welchen Werten sollte der Blutdruck liegen?

Die Blutdruckmessung berücksichtig zwei Werte: Der obere, oder auch systolischer Blutdruckwert genannt und der untere, auch diastolischer Blutdruckwert genannt. 

Zieht sich das Herz zusammen und der Druck in den Gefässen ist am höchsten Punkt angekommen, wird vom oberen Blutdruckwert gesprochen. Ist das Herz nicht angespannt und der Druck am untersten Punkt angekommen, entsteht der untere Blutdruckwert. Ein optimaler Wert liegt bei 120/80 mmHg. Bis zu einem Wert von 129/84 mmHg spricht man noch von einem normalen Blutdruck. Ab einem Wert von 130/85 mmHg liegt der Blutdruckwert zu hoch. Es besteht ebenfalls ein hoher Blutdruck, wenn nur einer dieser beschriebenen Werte über der Grenze liegt. 

Blutfette

Blutfette werden zwar für viele wichtigen Funktionen im Körper benötigt, allerdings können Sie auch, wie im Fall des Cholesterin einen grossen Schaden anrichten. Cholesterin, zum Beispiel,  hat einen wesentlichen Anteil an der Förderung einer Arteriosklerose. 

Doch nicht jedes Cholesterin ist schlecht. Der Körper braucht es für die Produktion von Zellwänden, Nervengewebe, Hormonen und auch als Energielieferant. Die Fette werden bei ihrem Transport im Blut an Proteine gebunden. Diese sogenannten Lipoproteine setzen sich unterschiedlich zusammen und haben andere Wirkungen auf den Körper. 

Lipoproteine mit einer hohen Dichte (HDL-Cholesterin)

Sie gelten als das gute Cholesterin, da sie überschüssiges Fett zurück in die Leber transportieren.

Lipoproteine niedriger Dichte (LDL-Cholesterin)

Hier spricht man von dem schlechten Cholesterin, denn es transportiert das Fett weg von der Lber hin zu den Zellen. Eine Ablagerung des LDL-Cholesterin geschieht dann, wenn zu viel davon noch immer im Blut steckt. Diese Ablagerung führt zu einer Arteriosklerose und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder einem Hirnschlag. 

Triglyzeride

Dieses Blutfett ist im Überschuss ebenfalls schlecht für den Körper, da es sich als Fettdepot einlagert. 

Blutfettwerte erhöhen sich meistens durch einen ungesunden Lebensstil, können aber auch an den familiären Genen liegen. Doch warum können sie zu einer Bedrohung für die Gesundheit werden?

Wie oben schon angesprochen, führt ein ständiger Überschuss des LDL-Cholesterin dazu, dass sich Ablagerungen an den Innenwänden der Arterien bilden. Sie nennen sich auch Plaques und verengen das Gefäss. Das Blut kann nicht mehr wie gewohnt fliessen und bestimmte Bereiche im Körper werden mit Blut unterversorgt. Brechen die Plaques auf, kann es zu der Bildung eines Blutgerinnsels kommen und ein kompletten Verschluss des Gefässes verursachen. Je nachdem wo die Verstopfung vorkommt, kann es zu einem Herzinfarkt, einem Hirnschlag oder einer pAVK kommen. 

Diabetes

 Bei einer Diabetes handelt es sich um eine Erkrankung des Zuckerstoffwechsels, daher wird sie in der Umgangssprache auch häufig Zuckerkrankheit genannt. Die Nahrung, die dem Körper zugeführt wird, wandelt dieser zum grössten Teil in Glukose um. Mit Hilfe des Hormon Insulin kann das Glukose vom Blut in die Zellen wandern. Die Bauchspeicheldrüse ist dabei für die Produktion des Insulins verantwortlich. 

An Diabetes erkrankte Personen produzieren entweder nicht mehr genug Insulin oder die Zelle können nicht mehr ausreichend darauf reagieren. Dieser Mangel führt dazu, dass das Glukose nicht mehr ausreichend von den Zellen aufgenommen werden kann. Die Glukose sammelt sich vermehrt im Blut an und löst erhöhte Blutzuckerwerte aus. 

Warum haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag?

Ein erhöhtes Risiko entsteht, da die Diabetes die Gefässe schädigt und eine Arteriosklerose fördert. Eine fortgeschrittene Arteriosklerose kann immer einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag auslösen. Ebenfalls kommen bei Diabetikern Durchblutungsstörungen in den Füssen 20-mal häufiger vor, als bei nicht an Diabetes erkrankten Menschen. 

Einer Erkrankung an Diabetes vorzubeugen, lässt sich vor allem durch den eigenen Lebensstil. Übergewicht ist bei vier von fünf Menschen ein Teil der Erkrankung. Es sollte auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung geachtet werden. Doch auch das Erbgut spielt bei der Entstehung von Diabetes eine Rolle - so kann auch ein gesunder Lebensstil keine Garantie geben. 

Rauchen

Auch wenn es viele wissen, können sie noch lange nicht aufhören. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in der Schweiz raucht, davon sterben jährlich 9500 Personen aus Folgen des Rauchens. Bei Personen, die sich noch unter der Altersgrenze von 45 Jahren befinden und an einem Herzinfarkt erkrankt sind, kann dies bei 4 von 5 Patienten auf das Rauchen zurückgeführt werden. Das Rauchen hat nicht nur langfristige Folgen, der Körper registriert schon nach kurzer Zeit schmerzliche Veränderungen. 

Schon das einmalige Rauchen lässt Kohlenmonoxid in den Körper wandern. Dieser verdrängt Sauerstoff aus den Blutkörperchen, dieser ist allerdings lebenswichtig für Gefässe, Organe und Muskeln. Ebenfalls verursacht es eine akute Arterienkontraktion. Wird auf lange Zeit geraucht, werden die Gefässinnenwände immer weiter beschädigt. 

Bewegung

Ein aktiver Alltag ist heute nicht mehr selbstverständlich. Der Fortschritt der Technik führt auch dazu, dass die meiste Zeit des Tages im Sitzen verbracht wird. Es wird mit dem Auto zur Arbeit gefahren, die Arbeit wird vor dem Computer verbracht und nach der Arbeit wird die Zeit auf dem Sofa vor dem Fernseher verbracht. Dabei ist Bewegung für die Gesundheit des Körpers absolut notwendig. Herz-Kreislauf-Krankheiten können nachweislich mit mehr körperlicher Aktivität gesenkt werden. 

Doch wie viel Bewegung ist nötig?

Körperliche Aktivität sollte in jedem Tag eingebaut sein, wie viel das für jede Person genau bedeutet, dass hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Personen, die sich im erwerbsfähigen Alter befinden, sollten mindestens 2,5 Stunden Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche in ihrem Alltag einbauen. Sollte lieber Sport mit hoher Intensität gemacht werden, kann sich dieser Zeitaufwand auch verkürzen. 10 Minuten Bewegung mit hoher Intensität erreichen den gleichen gesundheitlichen Nutzen, wie 20 Minuten Sport mit mittlerer Intensität. 

Sportliche Aktivitäten sollten mehrmals in der Woche stattfinden und ältere Menschen sollten sich generell so viel wie möglich bewegen. 

Ernährung

Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle in den Krankheitsverläufen und dem Erkranken an Herz- und Kreislauf-Krankheiten. Erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte als auch ein erhöhter Blutdruck können die Folge von Übergewicht und einer unausgewogenen Ernährung sein. 

Heutzutage enthalten die Nahrungsmittel, die zu sich genommen werden, häufig eine zu hohe Energiedichte. Das bedeutet, sie sind oft zu fett, zu salzig oder zu süss und sind hochverarbeitet. Dadurch besitzen sie kaum noch Pflanzenstoffe und Nährstoffe aber viele leere Kalorien. Zusätzlich ist es häufig der Fall, dass im Alltag mehr Kalorien aufgenommen werden, als der Körper überhaupt verbrauchen kann. So entsteht ein Übergewicht schnell. 

Wie sollte eine ausgewogene Ernährung aussehen?

Grundsätzlich sollte eine ausgewogene Ernährung viel aus Gemüse, Obst und Kohlenhydraten wie Kartoffeln, brauner Reis, Vollkornbrot und -nudeln bestehen, als auch ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren, die viel in tierischen Produkten vorkommen, sollten weniger verzehrt werden. Hier noch ein paar Faustregeln für eine Ernährungsumstellung:

  1. 5 Mal am Tag sollte eine Handvoll Obst und Gemüse gegessen werden. Das sind circa 600 Gramm, die so den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Nährstoffen abdecken. 

  2. Reduzieren Sie den Fleischkonsum und achten sie auch hier auf versteckte Fette. Wenn es Fleisch sein soll, dann sind fettarme Sorten besser geeignet. 

  3. Ersetzen Sie Fleisch mit Fisch. Der darf auch gerne 2 bis 3 Mal in der Woche auf den Tisch. 

  4. Achten Sie auf einen ausreichenden Flüssigkeitskonsum. Mindestens 2 bis 3 Liter Wasser sollten Sie Ihrem Körper pro Tag zufügen. Dabei sollte auf zuckerhaltige Getränke verzichtet werden. 

  5. Alkohol sollte nicht in Unmengen konsumiert werden. Es darf aber gerne ein Glas Wein pro Tag getrunken werden . 

  6. Sehr zuckerhaltige oder salzige Lebensmittel sollten nur in geringen Massen verzehrt werden.

Stress

Stress erlebt heutzutage fast jeder - ob auf der Arbeit, im Alltag mit Familie und Kindern oder auch schon in der Freizeitplanung. Auch wenn Stress teilweise zu Höchstleistungen antreiben kann, ist er doch auf Dauer nicht gesund für den Körper. In einer Stresssituation erhöht sich der Blutdruck und das Herz schlägt höher. So erreicht der Körper eine erhöhte Aufmerksamkeit, welche vor allem in Gefahrensituationen ein Überlebensinstinkt ist. 

Doch die Ausschüttung von Insulin, die Schwächung des Immunsystems und die Verlangsamung der Heilung von Wunden sind die Folge, was wiederum das Herz schwächt. Auch die Konzentration nimmt ab und die Emotionen beeinflussen die Lebensfreude. Man wird ängstlicher, erschöpfter, ist weniger interessiert an Dingen und es kann eine völlige Leere eintreten. 

Je nachdem was zu Stresssituationen führt, können unterschiedliche Massnahmen ergriffen werden. Für Entspannung lässt sich mit Bewegung sorgen, aber auch Yoga, Meditation oder Achtsamkeitsübungen. Ebenfalls ist es wichtig zu wissen, wie man sich selber aus Stresssituationen entfernen kann und eine Lösung zu finden, wie diese auch langfristig umgangen werden können, z.B. Arbeitspensum reduzieren.  

Alter & Gene

Einige Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems können nicht beeinflusst werden und basieren auf dem Alter, das Geschlecht und der familiären Vorgeschichte. 

An einer Arteriosklerose erkranken Männer in der Regel schon früher als Frauen. Bei ihnen kann schon ab einem Alter von 45 Jahren mit einem Herzinfarkt gerechnet werden. Bei Frauen erhöht sich das Risiko meist erst nach Eintreten der Menopause. 

So wie sich das Altern und das Geschlecht nicht beeinflussen lässt, lässt sich auch die familiäre Vorgeschichte nicht beeinflussen. Liegt bei Familienangehörigen ersten Grades eine Erkrankung von Herz oder Kreislauf vor, ist das Risiko selber daran zu erkranken erhöht. Erkrankungen die bei Frauen vor dem 65. Lebensjahr und bei Männern vor dem 55. Lebensjahr eintreten, sind häufig auf die genetische Veranlagung zurückzuführen. Hier ist es umso wichtiger, auf einen gesunden Lebensstil und regelmässige Vorsorgeuntersuchungen zu achten.

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