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Koronare Herzkrankheiten

Koronare Herzkrankheiten gehören zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Krankheiten. Sie beschreiben jegliche Krankheiten, die eine Verengung oder Verschliessung der Herzkranzgefässe besitzen.

Was sind koronare Herzkrankheiten?

Der Herzmuskel wird von den Herzkranzgefässen mit Blut und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Durch eine Verengung kann diese nicht mehr vollständig geleistet werden. Das Herz beginnt, Schäden davon zu tragen. Auch ist der Abtransport von Endprodukte des Stoffwechsels eingeschränkt.

 

Symptome treten meist bei einer Verengung von circa 70 Prozent auf. Zunächst bemerkt der Patient diese in der Regel bei körperlicher Anstrengung. Schmerzen, Brennen, Atemnot oder ein Engegefühl werden im Raum des Brustbeines wahrgenommen. In der Fachsprache wird dann von einer Angina Pectoris gesprochen.

 

Werden die Symptome nicht ernst genommen und die Herzkranzgefässe schliessen sich komplett, führt dies zu einem Herzinfarkt oder noch schlimmer zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Weitere Folgen einer Koronaren Herzkrankheit sind Herzrhythmusstörungen oder eine Herzinsuffizienz.

Wodurch entsteht eine koronare Herzkrankheit?

Das Risiko einer Arterienverkalkung erhöht sich mit zunehmenden Alter. Auch kann eine familiäre Veranlagung, wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe, ein Vorreiter der koronaren Herzkrankheit sein.

 

Ebenfalls lässt sich ein Unterschied aufgrund des Geschlechts erkennen. Frauen sind in der Regel bis zu der Menopause durch bestimmte Hormone in ihrem Körper geschützt. Ein Infarkt aufgrund verengter Herzkranzgefässe entsteht eher ab einem Alter von 55 Jahren. Männer sind schon wesentlich früher betroffen. Hier kann eine Erkrankung schon ab dem 45. Lebensjahr erwartet werden. 

 

Der eigene Lebensstil, der meist von schlechten Gewohnheiten wie das Rauchen, keine ausgewogene Ernährung, wenig Bewegung, Übergewicht, oder Stress begleitet ist, spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Dieser kann eine koronare Herzkrankheit beschleunigen oder sogar auslösen. Auch hohe Blutfettwerte, Diabetes oder Bluthochdruck sollten unter regelmässiger Beobachtung gehalten werden.

Untersuchungsverfahren bei
koronaren Herzkrankheiten

  • EKG
    Mit einem EKG lassen sich die elektrischen Aktivitäten des Herzmuskels analysieren. Um eine koronare Herzkrankheit festzustellen, liefert ein Ruhe-EKG allerdings keine Werte. Patient und Patientinnen werden unter körperlicher Belastung, meist auf einem Laufband oder einem Ergometer, an ein EKG angeschlossen und auf Veränderungen in den Analysewerten beobachtet. Diese können für eine Engstelle in den Herzkrankgefässen sprechen.
  • Echokardiographie
    Bei einem Vergleich einer Ultraschalluntersuchung des Herzens in Ruhe- und Stresssituationen, kann die Echokardiographie auf eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefässe hinweisen. Sie eignet sich allerdings nicht für jeden Patienten.
  • Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (Spect)
    Liegt ein Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit vor, wird mit der Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie bestimmt, wo sich Durchblutungsstörungen befinden können. Ein geringer Anteil an radioaktiver Substanz wird dem Patienten oder der Patientin in die Armvene gespritzt. Der sogenannte Tracer, ein Marker, der sich im Körper verteilt, kann dann durch eine spezielle Kamera von aussen ersichtlich gemacht werden. Abhängig von der Durchblutung des Herzens lagert sich der Tracer stärker oder schwächer an. Dies deutet auf die Bereiche der Durchblutungsstörung hin.
  • Positronenemissionstomographie (PET)
    Auch bei diesem Prozess erhalten die Patienten eine geringe Menge an radioaktiver Subtanz, um die Durchblutung zu messen. Das PET Verfahren ist noch genauer als das Spect Verfahren und kann angeben, wie viel Volumen Blut den pro Gramm Gewebe des Herzmuskels in einer bestimmten Zeitperiode erreicht. Allerdings ist das PET Verfahren wesentlich aufwendiger und damit ebenfalls teurer.
  • Stress-MRT
    Ein MRT macht sich Magnetfelder und Radiowellen zu eigen, um Prozesse im Körper darstellen zu können. Das Stress-MRT verabreicht dem Patienten ein Medikament, welches die Blutgefässe erweitert. So passiert es auch in Stresssituationen. Je nachdem, wie die Koronararterien des Patienten auf den Arzneistoff reagieren, kann eine Verengung festgestellt werden. Eine nur leichte Reaktion, deutet besonders darauf hin.
  • Computertomographie (CT)
    Ursprünglich wurde die Computertomographie genutzt, um eine Beurteilung der inneren Organe vorzunehmen. Eine Röntgenröhre dreht sich zusammen mit einem Detektor um den Körper und erstellt Schnittbilder. Diese Bilder können in bestimmten Fällen ebenfalls dazu genutzt werden, eine Verengung der Herzkranzgefässe erkenntlich zu machen. Dafür muss der Herzschlag des Patienten bei 60 Schlägen pro Minute liegen. Sollte das natürlich nicht erreicht werden, kann dieser Wert mit Betablockern erreicht werden. Die Untersuchung beinhaltet die Injektion eines Kontrastmittels und das Anhalten der Luft auf Kommando. Mit einer digitalen Auswertung der Bilder können die Ärzte erkennen, ob es sich um eine Verengung handelt.
Wie wird eine koronare Herzkrankheit behandelt?

Treten Symptome wie Druckgefühl im Brustkorb, teilweise bis zum Rücken oder in den Oberbauch auf oder eine Atemnot bei körperlicher Anstrengung oder in Stresssituationen auf, liegt eine stabile Brustenge (Angina pectoris) vor. Sie fordert nicht nur ärztliche Behandlung, sondern vor allem auch die Mitarbeit des Betroffenen. 

 

Veränderung des Lebensstils

Die Risikofaktoren einer koronaren Herzkrankheit müssen beseitigt werden. Dazu gehört neben dem Aufhören des Rauchens ebenfalls eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, das Verhindern von Übergewicht und das Vermeiden von Stress. 

 

Medikamente

Medikamente, die die Risikofaktoren wie Blutfettwerte und Blutzucker unter Kontrolle halten sollten zusätzlich verschrieben werden. Auch können Medikamente die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessern oder bei akuten Symptomen zu einer Linderung führen. 

 

Koronarangioplastie

Ob eine Koronarangioplastie nötig ist, hängt von dem Grad der Verengung ab. Leidet das Herzkranzgefäss schon an einer erheblichen Verengung, muss dieses mit Hilfe eines Herzkatheters aufgebrochen und ein Stent eingesetzt werden. So wird verhindert, dass es zu einem kompletten Verschluss kommt, und damit ein Herzinfarkt resultieren kann.

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